- 1 Zahlen heraussuchen
Personalbestand am Anfang und Ende des Jahres, Ein- und Austritte. Steht in jeder Personalstatistik.
- 2 Eigenkündigungen trennen
Wie viele davon haben selbst gekündigt? Das ist die Zahl, auf die es wirklich ankommt.
- 3 Ergebnis einordnen
Der Rechner vergleicht Ihren Wert mit Ihrer Branche und rechnet die Kosten aus.
Ergebnis
Richtwerte zur Orientierung, kein Gutachten. Die Kostenspanne folgt der in der Literatur gängigen Annahme von 90 bis 200 Prozent eines Jahresgehalts je Wiederbesetzung.
Was die Zahl aussagt, und was nicht
Eine Fluktuationsrate ist eine Durchschnittstemperatur. Sie sagt Ihnen, dass etwas in Bewegung ist, aber nicht, ob das gut oder schlecht ist. In Beratungsprojekten erlebe ich regelmäßig Unternehmen mit einer unauffälligen Gesamtrate, hinter der sich ein handfestes Problem verbirgt: eine einzelne Abteilung, eine Altersgruppe, die Leistungsträger. Drei Aufschlüsselungen machen aus der Kennzahl eine Entscheidungsgrundlage.
Natürlich oder ungewollt?
Renteneintritte, auslaufende Befristungen und einvernehmliche Trennungen sind planbar. Steuerungsrelevant ist allein, wer von sich aus geht. Deshalb rechnet der Rechner die Eigenkündigungen separat aus.
Wo häuft es sich?
Rechnen Sie die Rate zusätzlich je Abteilung und Altersgruppe. Eine auffällige Einheit hat fast immer einen konkreten Grund: Führung, Überlastung oder ein schwelender Konflikt.
Wann gehen die Menschen?
Austritte in den ersten zwölf Monaten sind Frühfluktuation und verweisen auf Recruiting oder Onboarding. Gehen langjährige Mitarbeitende, hat sich meist etwas in Kultur oder Perspektive verschoben.
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Fluktuation ist selten das eigentliche Problem
Sie ist das Symptom. Der kostenfreie 3-Minuten-Organisations-Check zeigt Ihnen entlang von acht Dimensionen, wo Ihre Organisation Energie verliert, ehrlich und ohne Berater-Phrasen.
Häufige Fragen zur Fluktuationsrate
Die Basisformel lautet: Austritte im Zeitraum geteilt durch den durchschnittlichen Personalbestand, mal 100. Der durchschnittliche Personalbestand ergibt sich vereinfacht aus (Bestand am Jahresanfang plus Bestand am Jahresende) geteilt durch zwei. Der Rechner auf dieser Seite ermittelt daraus zusätzlich die BDA-Formel und die Schlüter-Formel, damit Sie die Varianten direkt vergleichen können.
Es gibt keine allgemein verbindliche Formel. Die Basisformel ist für die meisten Unternehmen ausreichend, die BDA-Formel ist bei starkem Personalwachstum ehrlicher, weil sie die Zugänge einbezieht, und die Schlüter-Formel betrachtet nur ersetzte Abgänge. Entscheidend ist weniger die Wahl als die Konstanz: Wer die Formel wechselt, kann seinen eigenen Trend nicht mehr lesen.
Die Formel der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände setzt die Abgänge ins Verhältnis zum Personalbestand am Periodenanfang plus die Zugänge der Periode: Abgänge geteilt durch (Anfangsbestand plus Zugänge), mal 100. Sie verhindert, dass starkes Wachstum die Fluktuationsrate künstlich niedrig rechnet.
Die Schlüter-Formel zählt nur die Abgänge, die tatsächlich wieder ersetzt wurden, und setzt sie ins Verhältnis zum durchschnittlichen Personalbestand. Sie beantwortet die Frage: Wie viele Stellen musste ich neu besetzen, weil jemand gegangen ist? Der Rechner nähert die ersetzten Abgänge mit dem kleineren Wert aus Austritten und Eintritten an.
Über alle Branchen liegt die Gesamtfluktuation in Deutschland grob um die 30 Prozent, davon ist aber ein großer Teil natürliche Fluktuation wie Renteneintritte und auslaufende Befristungen. Für die ungewollte Fluktuation, also Eigenkündigungen, gelten dauerhaft weniger als 10 Prozent als unauffällig. Branche, Region und Altersstruktur verschieben das Bild allerdings erheblich.
Je nach Studie und Position werden 90 bis 200 Prozent eines Jahresgehalts angesetzt: Vakanzzeit, Recruiting, Auswahl, Einarbeitung, Produktivitätsverlust und Wissensabfluss zusammengenommen. Der Rechner weist deshalb eine Spanne aus statt einer Scheingenauigkeit.
Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser auf Ihrem Gerät. Es werden keine Werte an einen Server übertragen, nichts gespeichert und nichts ausgewertet.